| Verstärkung |
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| Freitag, 16. April 2010 | |
Ältere Polizisten sollen kürzer treten - Nachtdienst nur noch im AusnahmefallNRW-Polizei wird deutlich verstärktDie Polizei in Nordrhein-Westfalen erhält Verstärkung: 600 Polizistinnen und Polizisten werden erstmals im kommenden Jahr zusätzlich die Dienststellen verstärken. Statt 500 werden also 1.100 Beamte die Ausbildung beenden. Bis vor zwei Jahren waren lediglich 500 Anwärter eingestellt worden, seit 2008 wurde diese Zahl auf 1.100 Einstellungen erhöht. Im September 2011 wird der erste verstärkte Jahrgang die Ausbildung beendet haben. Die zusätzlichen Kräfte sollen helfen, ältere Polizisten vom Nachtdienst weitgehend zu befreien, um deren Gesundheit zu schützen, fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG). In Duisburg erklärte der Landesvorsitzende der DPolG NRW, Erich Rettinghaus: "Diese Verstärkung ist dringend nötig, denn unsere Kolleginnen und Kollegen sind häufig am Ende ihrer Kräfte. Hohe Krankheitszahlen belegen eindeutig, wie stressig und gesundheitsschädlich der Schichtdienst rund um die Uhr ist, vor allem für Lebensältere. Wer nach dem 50. Lebensjahr noch immer Nachtdienst machen muss, ist extrem gesundheitsgefährdet, dieses Problem kann jetzt angegangen werden. Die zusätzlichen Kräfte sollen vor allem dort eingesetzt werden, wo der Altersdurchschnitt im Schichtdienst hoch ist. Zeitgleich können die Arbeitszeiten für Lebensältere abgesenkt werden, so dass Nachtdienst die Ausnahme wird. Es stimmt, dass die demografische Entwicklung in allen Teilen der Gesellschaft spürbar ist, aber von Polizistinnen und Polizisten erwarten die Menschen zu Recht, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit topfit sind. Das kann niemand mehr leisten, der Jahrzehnte Schichtdienst auf dem Buckel hat. Die Landesregierung hat mit der Erhöhung der Einstellungszahlen einen wirkungsvollen Schritt gemacht, um die Polizei zu entlasten und ihre Leistungsfähigkeit zu stärken. Wir begrüßen ausdrücklich die Verstetigung dieser Politik, damit langfristig eine gesunde Altersstruktur im Personalbestand geschaffen wird. Schon in wenigen Jahren wird der Altersdurchschnitt in der Polizei jenseits von 50 Jahren liegen, im Interesse einer effektiven Polizeiarbeit kann das nicht so bleiben." Duisburg, 16.04.2010 |
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