| Interview mit dem DPolG-Bundesvorsitzenden |
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| Montag, 3. Mai 2010 | |||
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„Landtag - Ministerium - DPolG: Überall Verschwörer… “ Interview mit dem DPolG-Bundesvorsitzenden Rainer Wendt
PS: Die Vorwürfe des BDK sind ja heftig, was sagst Du zu diesen Veröffentlichungen? RW: Erst einmal habe ich herzhaft gelacht, denn ich konnte kaum glauben, dass die gesamte BDK-Spitze öffentlich erklärt, von mir, einem einzelnen Schutzmann, monatelang hinters Licht geführt worden zu sein. Ich dachte immer, das sind Top-Ermittler, die Führungsleute beim BDK - und ich alleine habe die alle betrogen? Wow - für so clever habe ich mich selbst gar nicht gehalten. Aber im Ernst: Blödsinn ist das. PS: Aber was ist denn nun dran, an diesen Vorwürfen? Immerhin veröffentlicht der BDK ja auch Schriftstücke, die das belegen sollen. RW: Natürlich ist das Unfug, was da zusammengeschrieben wurde, die Wahrheit ist ganz einfach: Am Beginn einer Verhandlung und am Ende eines Prozesses stehen nicht immer dieselben Ergebnisse, sonst müsste man gar nicht verhandeln. Jetzt ist endlich im Bereich A 12 und A 13 Bewegung, das ist ein guter Erfolg, der durch solche kruden Verschwörungstheorien zerredet wird. PS: Ist das denn überhaupt ok, persönliche Mails von Kollegen zu veröffentlichen? RW: Nein natürlich nicht, so etwas tut man nicht, schon gar nicht unter Kollegen. Auch einen Mitarbeiter aus dem Parlament so öffentlich bloßzustellen, ist völlig daneben. Ich bin sicher, dass die überwiegende Zahl der Kripo-Kollegen, auch die aus dem BDK, einen solchen Vertrauensbruch nicht gutheißen werden. Als Polizisten müssen wir uns aufeinander verlassen können, das gilt auch für das vertraulich gesprochene oder geschriebene Wort. PS: Der BDK protestiert seit Monaten und greift die Regierung heftig an. Haben Sie Recht? RW: In der Sache ist das völlig verfehlt, zumal derzeit ganz andere Themen wichtig sind: Jetzt kommt die Dienstrechtsreform: Laufbahnrecht, Arbeitszeiten, Versorgung und Besoldung stehen auf dem Prüfstand. Darüber verhandeln wir als DPolG mit der Regierung jetzt ganz konkret - ohne BDK übrigens, weil deren Führungspersonal das offenbar nicht interessiert. Die Spitze des BDK läuft nur noch mit ihrem „Protest-Sarg“ durch die Gegend, das ist sogar mir selbst schon peinlich und Politiker und Journalisten lachen nur noch. Für die Polizei insgesamt wird das Ansehen jedenfalls eher beschädigt. Duisburg, 02. Mai 2010 |
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