| Loveparade |
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| Sonntag, 25. Juli 2010 | |
Fehler bei der Planung? Lückenlose Aufklärung gefordert!
Die Deutsche Polizeigewerkschaft DPolG hat mit großer Bestürzung und Trauer auf den schrecklichen Unglücksfall bei der Loveparade in Duisburg reagiert. Den Angehörigen der 19 Verstorbenen und 342 Verletzten sprechen wir unser tiefes Mitgefühl und Anteilnahme aus. Das Unglück muss nun untersucht und das Sicherheitskonzept hinterfragt werden. Es gilt nun aber auch keine voreiligen Anschuldigungen auszusprechen, sondern eine lückenlose Aufklärung zu gewährleisten. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen bereits aufgenommen und alle Unterlagen zur Planung beschlagnahmt. Polizei und Feuerwehr haben hinreichend Erfahrung mit Großveranstaltungen. Das polizeiliche Konzept sieht in der Regel bei Megaveranstaltungen u.a. eine flächenmäßige Entzerrung der Besucherströme vor. Im Vorfeld der Loveparade haben die mit der Planung beauftragten Sicherheitskräfte von Polizei und Feuerwehr Vorbehalte geäußert. Bereits vor einem Jahr gab es Stimmen dahingehend, dass der Veranstaltungsort eigentlich ungeeignet sei. Ein derartiges Mega-Event kann nur auf weitläufigen Flächen mit rückwärtigen offenen und großen Reservebereichen ausgerichtet werden. Eine Loveparade ist von ihren Teilnehmern her auch nicht mit anderen Großveranstaltungen vergleichbar. Setzt man hier auf Lautsprecherdurchsagen denen in großer Breite Folge geleistet wird, ist man wohl einem Irrglauben verfallen. Letztlich darf die Sicherheit nie zu Gunsten des Kommerzes auf der Strecke bleiben. Das hätte man im Blickwinkel haben müssen, auch wenn das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt 2010 ist. Duisburg, den 25.07.2010 |
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