01. April 2026

Verkehrsunfallbilanz 2025 Nordrhein-Westfalen

Von LPD a. D. Wolfgang Blindenbacher, DPolG NRW-Expertengruppe Verkehr

In einer Pressemitteilung vom 25. Februar 2026 teilt das Statistischen Bundesamt (Destatis) auf der Basis vorläufiger Ergebnisse mit, dass im Jahr 2025 in Deutschland 2.814 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind - das sind rund 2 % oder 44 Todesopfer mehr als im Jahr 2024 (2.770 Todesopfer). Nach diesem Anstieg wird es nun noch deutlich schwerer, das angestrebte Ziel zu erreichen, das darin besteht, die Anzahl der im Straßenverkehr Getöteten von 2021 bis 2030 um insgesamt 40 Prozent zu reduzieren. Der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates Manfred Wirsch kommentiert die aktuellen Zahlen wie folgt „Jeden Tag stirbt alle drei Stunden ein Mensch auf unseren Straßen. Besonders gefährlich sind Landstraßen, auf denen die meisten tödlichen Unfälle passieren. Wir setzen auf das Bundesministerium für Verkehr, das jetzt als zentraler Akteur vorangehen und gemeinsam mit den Landesregierungen Maßnahmen umsetzen muss – auch wenn sie politisch unbequem sind. Tempolimits auf Landstraßen sind eine wirksame Maßnahme, um Menschenleben zu retten.“

 

Am 11. März 2026 wurde dann in Düsseldorf durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen Herbert Reul die Verkehrsunfallstatistik 2025 für das Land Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Das Kurzfazit lautete: „Weniger Tote, mehr Drogen am Steuer, mehr illegale Autorennen.“. In der weiteren Betrachtung ergeben sich u. a. folgende Daten: Die Polizei hat im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen rund 656.000 Verkehrsunfälle erfasst, das waren deutlich mehr als im Vorjahr. Dabei sind bei Straßenverkehrsunfällen 479 Menschen ums Leben gekommen – sechs Verkehrstote weniger als 2024. Diese leicht zurückgehende Zahl steht jedoch immer noch im krassen Widerspruch zu dem Ziel des aktuellen Verkehrssicherheitsprogramms Nordrhein-Westfalen 2030. Dort wird beschrieben: 40 % weniger Straßenverkehrstote bis zum Jahr 2030 (ausgehend vom Jahr 2020). Erich Rettinghaus, Vorsitzender des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG NRW), führt dazu aus: „Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Verkehrsteilnehmenden über die Jahre auf hohem Niveau stagniert.“. Wie stark die im Verkehrssicherheitsprogramm Nordrhein-Westfalen 2030 angestrebte Entwicklung der Zahl der im Straßenverkehr Getöteten von der tatsächlich in Nordrhein-Westfalen zu beklagenden Getötetenzahlen abweicht, ist der auf das Jahr 2025 aktualisierten Grafik „Anzahl der Straßenverkehrstoten in NRW“ zu entnehmen …

 

Hier gelangen Sie zum vollständigen Artikel.

 

Die Grafik „Entwicklung Verkehrstote in NRW über die Jahre" können Sie gerne hier abrufen. 

zurück

Unsere Partner